AcU

Tarifpolitische Ziele der AcU

für die Arbeitsrechtliche Kommission der Caritas in der Legislaturperiode 2026 bis 2029

Die Arbeitsgemeinschaft caritativer Unternehmen (AcU) ist ein Dienstgeberverband. Caritative Unternehmen haben sich in der AcU zusammengeschlossen, um ihre tarifpolitischen Anliegen und unternehmerischen Interessen gemeinsam zu vertreten und die Weiterentwicklung des Tarif- und Arbeitsrechts der Caritas mitzugestalten. Branchenübergreifend und bundesweit beschäftigen die AcU-Mitglieder rund 188.000 Mitarbeitende in allen caritativen Arbeitsfeldern.

Die AcU verfolgt das Ziel, dass ihre Mitglieder als wettbewerbsfähige caritative Unternehmen die sozialen Märkte mitgestalten und ihre Einrichtungen sichern. Doch die Rahmenbedingungen für caritative Unternehmen und die Arbeitswelt ändern sich fundamental und rasant. Daher müssen die tariflichen Rahmenbedingungen ebenso bedarfsgerecht und schnell angepasst werden können. Voraussetzung dafür ist eine agile, handlungsfähige Arbeitsrechtliche Kommission, die eine gute Tarifpolitik im Dritten Weg macht.

 

Reform der Arbeitsrechtlichen Kommission

 

Die Arbeitsrechtliche Kommission ist ein Gremium mit weitreichender Entscheidungsmacht. Dies erfordert in der Zusammensetzung von allen Mitgliedern Kenntnisse in Arbeitsrecht und Tarifgestaltung ebenso wie den Willen und die Motivation zur Gestaltung. Zur ausreichenden Bewertung der Tragweite von Beschlüssen sollten die dienstgeberseitigen Mitglieder der Kommission selbst entscheidungsbefugt sein und unternehmerische Verantwortung tragen.

Die caritativen Unternehmen erwarten eine Repräsentanz in der Arbeitsrechtlichen Kommission, die ihres Markt- und Personalanteils angemessen ist. Die durch die Landesgesetzgebung bestehenden Unterschiede können durch ein entsprechendes Wahlverfahren berücksichtigt werden. Die Mitglieder der Arbeitsrechtlichen Kommission sollten darüber hinaus ausschließlich demokratisch gewählt werden.

Um schnell und gut agieren zu können, müssen Arbeitsweise und Struktur der Arbeitsrechtlichen Kommission reformiert werden. Konkret können beispielsweise eine Konzentration der Größe und der Sitzungstermine die Arbeit effektiver, lösungsorientierter, bedarfsgerechter und zeitgemäßer gestalten.

 

Tarifrunden in der Arbeitsrechtlichen Kommission

 

Die Besonderheiten und Herausforderungen der Caritas erfordern eigene Lösungswege. Folglich bedarf es auch einer eigenständigen Tarifpolitik und Tarifgestaltung im Rahmen des Dritten Weges.

Grundlage dafür sind echte Verhandlungen und den Herausforderungen gerecht werdende Verhandlungsergebnisse. Die Verhandlungen können sich an verschiedenen Referenztarifen orientieren, aber das Ziel bleibt ein eigener und selbstbestimmter Tarif. Damit lassen sich Besonderheiten der Caritas besser abbilden. Für branchenspezifische Anforderungen, beispielsweise der Gesundheitshilfe und der Altenhilfe, muss es unterschiedliche Lösungen geben.

Ein eigener, attraktiver Tarif mit flexiblerer Tarifgestaltung trägt erheblich dazu bei, die Marktposition caritativer Unternehmen zu stärken.

 

Kontakt

Theresa Otte
stellv. Geschäftsführerin

Tel.      0228 / 926 166 0
Fax      0228 / 926 166 11
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